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22.07. – 26.07.2018 ALPINKLETTERN IN DER CADINIGRUPPE

Unterwegs war ich als Stammbergführer für den DAV Summit Club.

Die Cadinigruppe befindet sich etwas südlich der “Drei Zinnen”. Die Gipfel dieser schönen Kletternwände erreichen eine Höhe zwischen 2400m und 2800m. Die Kletterrouten stehen nicht im Rampenlicht, diese stehn wohl im Schatten der großen drei Zinnen. Doch die Kletterein sind nicht weniger schön. Nicht zu lange und auch nicht zu schwer, nie wirklich eine große Herausforderung doch aber mit besonderem Charakter. Diese sollten uns als Vorbereitung für die legendäre Dibonakante an der großen Zinne am Ende der Woche als Höhepunkt dienen.

Das Wetter wird diese Woche geprägt von einer schwachen Druckverteilung und beständigem Hoch. Als Eingehtour wähle ich die Ostwand auf den “Il Gobo”, 2580m (100m/ 3+). Da die allermeisten Routen sich in unmittelbarer Umgebung zur Hütte befinden, können wir nach der Mittagsrast noch die Südwand des “Torre Wundt”, 2517 (205m, 4) in Angriff nehmen. Rechtzeitig zum Abendessen trafen wir wieder an der Hütte ein. Maria die Hüttenwirten machte sich schon Sorgen, habe ich ihr zu Mittag doch versprochen rechtzeitig zum Abendessen um 18.00 Uhr retour zu sein.

Die Südkante des “Campanile Dülfer, 2706m 320, 5-) ist eine ausgesprochen schöne Tour auf eine sehr ausgesetzte Dolomitennadel. Das abseilen über die Tour ist zu beginn sehr spannend – wir benützten noch den original Abseilstand des großen Dolomitenkletterers und Erstbegeher dieser Tour und Pionier, Hans Dülfer (1892-1915). Bemerkenswert auch das Jahr der Erstbegehung der Tour 1913 !

Ein Klassiker nach dem anderen und die wenigsten kennen diese schönen Kletterrouten. Großteils sind wir immer alleine unterwegs. Gegenüber unserer Tour die wir am dritten Tag klettern dürfen, tummelt sich ein Gemänge im Klettersteig doch wir genießen die Ruhe in der Wand. Die lässige Kletterei in der Ostwand bringt uns auf das “Pianoro dei Tocci”, 2675m (230m, 4+). Der Abstieg gestaltet sich noch einmal spannend und beeindruckend zugleich.

Wir konnten drei schöne Klettertage nutzen, doch am Tag der Begehung der Großen Zinne via Dibonakante hatten wir leider kein gutes Wetter mehr. Wir verzichteten aufgrund der prisanten Wetterlage auf die Kletterroute und blicken auf drei wunderschöne Tage zurück.