26.08. – 30.08.2018 (HTBIA) BERNINA DURCHQUERUNG – FÜR RICHTIGE ALPINISTEN

Unterwegs in der Berninagruppe – Active-Mountains Alpinschule.

Die Durchquerung der Berninagruppe zählt zu den schönsten Touren in unserem Programm. Wir starten die anspruchsvollen Tourentage bei einem gemütlichen Begrüßungsgetränk im Hotel Morteratsch. Die erste Etappe, der Aufstieg zur Bovalhütte, 2495m ist ja nich besonders lange. Schon spannender gestaltet sich der zweite Tourentag. Die Begehung des Piz Morteratsch, 3751m über den wenig bekannten “Spraunzapfeiler” verlangt dem Bergsteiger schon etwas mehr ab. Doch die Kletterei im oberen Bereich ist von bester Qualität.

Erst einmal an der Tschervahütte, 2584m angekommen kann man sich von den Strapazen wieder gut erholen. Die schöne und komfortable Hütte bietet neben dem leiblichen Wohl auch eine Duschmöglichkeit mit warmen Wasser – was für ein Genuß. Zwei Nächte verbringen wir auf dieser schweizer Alpenhütte.

Bevor wir die “Königsetappe” über den Biancograt machen, steigen wir noch auf den Piz Roseg, 3987m. Zu unrecht wird dieser schöne Berg neben dem Piz Bernina rechts liegen gelassen. Abwechslungsreich gestaltet sich die Route auf den Gipfel. Dieser bietet einfach alles was das Herz begehrt, von einer morgentlichen Moränenstolperei in der Dunkelheit über den spaltenreichen “Vadret da Tscherva” hin zu genußvoller Kletterei am “Eselsgrat”, einer steilen Firnflanke im Gipfelbereich und nochmals alles retour. Puh ganz schön lange der Tag, aber umso schöner wenn man erst einmal auf der Sonnenterasse an der “Tscherva” sitzt und auf einen erfolgreichen Bergtag mir Blick auf die Route blicken kann.

Der Biancograt wird nicht zu unrecht auch als die “Himmelsleiter” der Alpen bezeichnet. Die Linie auf den östlichsten Viertausender der Alpen könnte nicht schöner sein. Zudem hatten wir sogar das große Glück fast alleine auf der Route unterwegs zu sein. Was für ein Geschenk. Zur Zeit im allgemeinen sehr gute Verhältnisse.

Wir hatten nun drei sehr gute Tage und das Wetter war nahezu perfekt. So schenkten wir uns den letzten Tag, da auch das Wetter nicht mehr ganz so perfekt war und verzichteten auf die Überschreitung der Palügipfel und stiegen über den Fortezzagrat und einem langen, aber landschaftlich sehr schönen Weg direkt nach Morteratsch ab wo wir den Kreis des Abenteuers schließen konnten.